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Diogenes Laertius, ein griechischer Schriftsteller im 3. Jahrhundert nach Christus schrieb dann einen Bestseller: Leben und Meinungen berühmter Philosophen. Darin führt er gleich in der Einleitung aus, dass man sich täuscht, wenn man meint, die Barbaren hätten die Philosophie entwickelt. Nein, die Griechen waren es, die nicht nur mit der Philosophie, sondern mit der Bildung des Menschengeschlechts überhaupt den Anfang gemacht haben. Dabei wirft er Perser, Inder, Kelten und die restlichen Kulturen in diesen Barbarentopf und mischte auch Aristoteles, einer Hauptfigur meines Spiegels der Möglichkeiten hinein. Der hatte sich nämlich von seinem Schüler Alexander (dem Großen) möglichst viele Schriften aus dem eroberten Persien mitbringen lassen und über eben jene Magoi geschrieben: Halb Dichter, halb Philosophen, alles Seiende aus einem obersten Prinzip ableitend. Da es aber Barbaren waren, wissen wir in der von Laertius vorbereiteten Interpretation der Vereinfacher (zu denen viele Philosophen bis zur Renaissance nicht gehörten, die in der Magie die Lehre von den Kräften in der Natur sahen und sich auch auf die Aussage des Aristoteles berufen konnten, ein Magier sei ein weiser Menschen, der mit der Kraft zu handeln ausgestattet ist.), dass die Magoi, die Magier, die falsche Lehre vertraten, unkultiviert waren, mit Schamanen, Druiden und anderen Verdächtigen die Naturgeister beschworen. So wenig okkultisch also verborgen
ist die Erfindung der Magie im Sinne des sie bezeichnenden Wortes, so
man es wissen will.
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