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HEUREKA  
Mit diesem Ausruf sprang angeblich Archimedes aus seiner Wanne und wurde so zu einem der ersten und berühmtesten »Flitzer« (diese Bezeichnung »flasher« entstand 1974, als in London unter den Augen der königlichen Familie ein Mann splitternackt über den heiligen Rasen des Stadions rannte und von Ordnungskräften verfolgt wurde).

Geschildert wird das recht lustig auf einer Domain, die nicht Heureka heißt, denn das H ist typisch deutsch, was man zur Zeit des Archimedes bekanntlich noch nicht sprach. Gar nicht lustig, aber vielleicht auch sehr deutsch, war die Reaktion der Domain-Betreiber, als wir einen Link auf die illustrierte Geschichte legten: »Sofort entfernen! Anwalt! Gericht!« Nun ja, es ist eine Firma, die mit Ideenreichtum wirbt; da muss man Verständnis haben. Darum gibt es hier keinen Link mehr, und die Leser müssen selber suchen oder es besser bleiben lassen.

Wie Michael Macrone in seinem netten Büchlein »Heureka« darstellt, ist die Badewannengeschichte aber nur eine Erfindung, wie etwa auch der berühmte Apfel des Newton (vgl. apokrypher Apfel), der in den Abenteuern weniger zur Entdeckung der Fallgesetze als der Chaostheorie beiträgt. Heureka aber trägt ganz fundamental dazu bei, dass es diese Abenteuer überhaupt gibt: Das ist die splitternackte Wahrheit!

Er – nicht der Ausruf, der soviel wie »Ich habe es gefunden!« besagt, sondern die Person dieses Namens – ist der geheimnisvollste Protagonist im Spiegel der Möglichkeiten und soll es auch bleiben. Von sich selbst tut er allerdings auf Level 5 Entscheidendes kund, das daher auch hier nicht verheimlicht werden soll:

»Reisender bin ich im Cyberspace,
bald hier und bald dort, stets körperlos.
Ich bin der Mittler zwischen Spiegel und Bild,
der Bote, der euch sagen darf,
dass ihr in dialektischer Unterscheidung identisch seid,
dass durch Trennen und Fügen Synthese wird.
Ich bin der Weg, der euch zusammenführt,
bewusst euch macht.«

Für die Schwestern war das harter Tobak, denn sie hatten kein Spiegel-ABC, und das Buch war auch noch nicht fertig. Besucher der Welt von Ureda aber sollten derartige Rätsel doch wohl lösen und in den Ruf »Heureka!« einfallen können!

Und selbst wenn nicht, so können sie doch viel lernen, wie auch über das Programm gleichen Namens (Heureka, nicht Ureda, versteht sich, denn dieser Jubelruf ist viel neuer) beim Klett-Verlag Link oder – für Fortgeschrittene – mit Hilfe des Wissenschaftsmagazins in der Wiener Stadtzeitung, das diesen Namen trägt: Link . Die Domain Link , die wir gern selbst reserviert hätten, scheint aber in guten Händen und bei kreativen Köpfen zu sein. Es handelt sich um eine Design- und Kreativagentur, die »individuelle, verkaufsstarke Lösungen mit Visionen und Ideen« anbietet. Das gefällt mir: Vielleicht können die mein kreatives, individuelles und ideenreiches Buch auch verkaufsstark machen ...

Gewissermaßen auf der Linie liegt auch Link : ein Internet-Systemhaus, zudem noch im nahen Leonberg: Falls wir fehlgeleitete Mails kriegen, kann man sie hinbringen. Oder lieber doch nicht, denn rund um Stuttgart ist zu viel Verkehr. Und das, obwohl die Stiftung HEUREKA »die Entwicklung und Anwendung von quantitativen Methoden im Prozess der rechnergestützten Bearbeitung von Entscheidungs- und Optimierungsproblemen im Bereich Verkehr & Transport fördert« (Link ). Vielleicht sollten die uns mal fördern: In Ureda gab es nachweislich noch nie einen Stau. Höchstens mal ganz, ganz kurz in der Datenbank, was daran liegen könnte, dass sie sehr, sehr heuristisch ist.

Das hat sie mit der Datenbank namens »Heureka« gemein, die unter Link vorgestellt wird. Mit der »Heureka-Akademie« hat sie gemein, dass auch dort viel von Ganzheitlichkeit die Rede ist. Dennoch kann ich mir nur ein bruchstückhaftes Bild davon machen und überlasse es Ihnen, es sich zu vervollständigen (Link ). Vielleicht gelingt es im Kontakt mit anderen Kreativen, wozu der Innovations-Kontakt-Service unter Link beitragen könnte. – Ich selbst wende mich lieber dem Lesen zu: In der Studentenzeitung »Heureka« (Link ) geht es noch schlecht, weil die irgendwie nicht in die Gänge kommt, ganz prima aber unter »heureka-online« (Link ). Das Spektrum reicht von Charles Darwins »The Origin of Species« über »Kommunikation wider die Natur? – Ein Plädoyer für eine nachhaltige Kommunikationsgesellschaft« von Matthias Donath bis zu »Vorsorge statt Nachhaltigkeit – ethische Grundlagen der Zukunftsverantwortung« von Birnbacher & Schicha. Ich hoffe, wir begreifen gemeinsam, dass es – vom evolutionären Denken ausgehend – völlig folgerichtig für denkende und kommunzierende Wesen ist, sich als besonderen Teil der Natur zu erkennen und die Zukunftsverantwortung zu übernehmen. Nur dann können unsere Kinder noch heureka! rufen.

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