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KARL der KAHLE  
War Karl der Kahle wirklich kahl? Mit dieser Frage will Siri Im Spiegel der Möglichkeiten ihren Lehrer in der Diskussion um Fantasie und Realität verunsichern. Sie (und damit ich, der Autor dieser Abenteuer, der mal wieder in der Schule nicht aufgepasst hat) meint, diese Figur erfunden zu haben. Aber wie das so mit Fantasie und Realität oder mit Wissen und (in diesem Fall) Unwissenheit ist: Es gab (möglicherweise, denn wer weiß schon, was Wirklichkeit wirklich ist in einer im Grunde imaginären Welt?) tatsächlich diesen kahlen Karl.

Alle, die sich nicht wie ich schämen müssen, diesen westfränkischen König und französischen Kaiser nicht zu kennen, brauchen auch nicht darüber informiert zu werden, dass er am 13. Juli des Jahres 823 in Frankfurt a. M. als Sohn Ludwigs des Frommen geboren wurde und am 6. Oktober 877 in Avrieux b. Modane im Dép. Savoie starb. Dazwischen trieb er so allerhand, wie man etwa unter Link bibliografisch trocken nachlesen kann (Bruderkrieg, Schlachten und viel Frommes).

Mehr will ich gar nicht sagen, sonst wird er immer realer, obwohl doch Heribert Illig nachweist, dass das Mittelalter nur erfunden ist, und dabei auch »Karl den Fiktiven« einführt. Und wenn das alles doch keine Fälschung ist (sei’s Illigs Nachweis oder dieses Zeitalter), so stellt doch immerhin wisenschaftlich fundiert Reinhard Lebe mit seinem Buchtitel die Frage: »War Karl der Kahle wirklich kahl?«, was mich darin bestärkt, dass letztlich doch dieses Rätsel bleibt, das historisch völlig uninteressant ist, im Spiel um Virtualität und Realitität bzw. um Erkenntnis und Wahrheit aber prinzipiell ebenso spannend ist wie dasjenige, ob und warum es überhaupt eine Welt gibt.


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