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KARTENGEHEIMNIS  
»Das Kartengeheimnis« ist ein lesenswertes Buch von Jostein Gaarder, das zwar in Deutschland nach »Sofies Welt« erschien, ihm aber schöpferisch vorausging.

»Sofies Welt« wird unmittelbar im Spiegel der Möglichkeiten angesprochen, aufgegriffen, in der und mit der von Ureda reflektiert, gesteigert, aufgehoben. Das Kartengeheimnis dagegen bleibt gewahrt: Denn die Schwestern versuchen im gleichnamigen Kapitel innerhalb der Abenteuer zunächst vergeblich, das Rätsel der Pinnbrett-Kärtchen mit den Wörtern Dimensionen, Möglichkeit, Raum, Sein, Werden, Zeit und Schöpfung zu lösen. Und auch auf die Frage von Iris im Chat an den Androiden Data, wer eigentlich im Pokerspiel mit Newton, Einstein und Hawking gewonnen habe, antwortet der ausweichend: »Das soll unser kleines Kartengeheimnis bleiben.«

Ich denke, es darf nicht anders sein, denn ein Geheimnis birgt Möglichkeit, ein gelüftetes ist tot, auch wenn wir es Realität nennen. Und damit sind wir mitten drin im Werden aus der Möglichkeit, im Spiel von Zufall und Notwendigkeit, doch auch im Vergehen, das sich schon in jedem Entstehen spiegelt, auch wenn wir es vergessen wollen – wie Elena, mit deren Gedanken im Buch auf ein weiteres gutes Werk von Gaarder reflektiert wird, wenn es heißt: »Alles war so verwirrend, so anstrengend, schien sie zurückzuwerfen in die Zeit ihrer Operation im letzten Jahr, als sie durch einen Spiegel auf ein dunkles Wort geblickt hatte. Es hieß Tod. Doch sie hatte es vergessen können, wollte auch nicht daran erinnert werden ...«.

Eine Leseprobe aus dem »Kartengheimnis« gibt es unter Link und eine professionelle Rezension von Dietmar Gersdorf unter Link . Alternativ kann auf die Besprechungen von Schülern verwiesen werden, etwa in der Schülerzeitung des Heinrich-Suso-Gymnasiums Konstanz unter Link und von Maria Krüger (Deutsche Schule Moskau) unter Link . Im Einstein-Gymnasium Rheda-Wiedenbrück wurde es die Basis eines bemerkenswerten Projekts »Multimediale Texterschließung« (Link ), auf das mehr als ein Klick lohnt. Aus »Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort« gibt es einen kleinen Auszug auf der sehr liebvoll gemachten Seite zum »Tabuthema Tod« von Pirko Lehmitz unter Link und eine Besprechung von Manuela Haselberger unter Link .

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