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NOLA  
bei Neapel (vgl. das Buch von Marcello Dorta »Am liebsten Neapel. Wanderungen durch meine Stadt«) ist der Geburtsort Giordano Brunos, der deswegen auch oft – gelegentlich auch Im Spiegel der Möglichkeiten – »der Nolaner« genannt wird.

Die alte Stadt, vor deren Mauern Hannibal (zu diesem eine sehr ausführliche Info von Christian Ilaender unter Link ) seine erste Niederlage erfuhr, ist weit weniger bekannt als Pompeji (Link ), das ehedem nur der Hafen von Nola war. Aber die Nolaner würden sicher nicht tauschen wollen und erfreuen sich lieber ihrer lebendigen Stadt, als unter Aschen des Vesuvs (Link ) begraben zu sein.

Begraben ist dort ohnehin der heilige Felix von Nola (Link ), der wiederum sehr von Paulinus von Nola (Link ), seit 409 Bischof und »Wohltäter Kampaniens« (Link ), und dem Kirchenvater Augustinus verehrt wurde. Bis heute ist Nola ein Pilgerzentrum (Link ). Und schon ein paar Hundert Jahre davor, genauer im Jahr 14 n.Chr., war dort der römische Kaiser Augustus (Link ) verstorben, Tiberius trat seine Herrschaft dort an, Sulla schlug die Samniten vor Nola, bevor er mit Pompeius Rufus Konsul wurde, und im Sklavenaufstand des Spartakus war die Stadt ein Zentrum (Link ). Und berühmt sind auch die Vasen von Nola, die Motive aus Homers »Ilias« zeigen.

Aber bekannt ist uns die Stadt am ehesten durch den als Ketzer verbrannten Giordano Bruno, dessen man sich in der Pilgerstadt zutiefst schämte. Heute wird er auf der Page der Kommune Link zumindest erwähnt. Gut beschrieben ist der Ort in Ferdinand Gregorovius »Wanderjahre in Italien« Link , die in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts die schon von Goethe geweckte Italienleidenschaft steigerten. Aktuelle Reiseberichte oder touristische Links fand ich leider nicht, nur für die ganze Region (Link und kulturell anspruchsvoller Link ), und dann noch: Link . Dort gibt es die meisten Infos – allerdings zu New Orleans!

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