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ANAXIMENES  
war einer der ionischen Weisen aus Milet (etwa 580 - 525 v.Chr.), dessen Lehre vom Urstoff Luft zwar gegenüber der Unendlichkeitsidee seines Vorgängers Anaximander ein Rückschritt war, doch einen neuen Aspekt in die Ursachenlehre der Naturphilosophie einbrachte (kurze Definition Link , längere Link , gute Einführung Link , Wege zur (modernen) Naturphilosophie Link , Naturphilosophie des Aristoteles Link , Schellings Naturphilosophie Link , Naturphilosophie Meyer-Abichs, u.a. im Vergleich mit Seneca Link ):

Er führte nämlich alle qualitativen Unterschiede auf quantitative zurück (Anaximenes sprach von Verdünnung und Verdichtung), worin bis heute der Grundgedanke der Materialisten liegt. Er sah die Luft als die alles belebende Weltkraft oder Weltseele (man denke auch an das biblische Einhauchen der Seele). So erklärte er auch das Bewusstsein. Mit derartigen Gedanken wurde er, wie die anderen Mileter, wesentlich für die abendländische Denkgeschichte, und in diesem Sinn steht Anaximenes hinter einigen Gesprächen Im Spiegel der Möglichkeiten, auch wenn er darin nicht direkt auftritt.

Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass er als Erster den anschaulichen Beweis für die Kugelgestalt der Erde lieferte, denn er erkannte während einer Mondfinsternis, dass diese vom Erdschatten hervorgerufen wird und dieser Erdschatten gekrümmt ist. Auch soll der Begriff »Fixstern« auf seine Kosmologie zurückgehen, denn er sah den Himmel als (halb-) kugeliges Gewölbe an, auf dem die Sterne befestigt sind (Link ).

Weitere Informationen gibt es unter Link , Link und Link (Wal Buchenberg) und im Buch von Georg Wöhrle.

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