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PYTHAGORÄER  
Pythagoras von Samos (nebenbei bemerkt, einer schönen Insel; siehe etwa Link ) kennt man aus dem Mathe-Unterricht. Etwa unter Link kann man sich über ihn, der etwa von 565 - 480 v.Chr. lebte, informieren und unter Dutzenden von Links über seinen Lehrsatz und seine Geometrie.

Die Geometrie wird zwar auch Im Spiegel der Möglichkeiten kurz erwähnt, doch interessiert sie darin gar nicht. Auch die Behauptung des Pythagoras, die Erde habe Kugelgestalt und kreise um ein Zentralfeuer, spielt hier keine Rolle, vielmehr aber seine Philosophie bzw. religiöse Sicht oder genauer die seiner Schule (treffender wohl seines Ordens) der Pythagoräer bzw. Pythagoreer oder – wie sie sich selbst nannten – Mathematikoi (von mathema: Kenntnis, später von Aristoteles als Name für die »Wissenschaft von den Raum- und Zahlengrößen« verwendet), die er in Kroton gründete (Link , zu dortigen Ausgrabungen: Link ). Diese Schule lehrte nämlich die Unsterblichkeit und Wiedergeburt der Seele mit ihrem Anteil am Göttlichen, der sich in der Harmonie der Musik (vgl. dazu etwa Link ) und in der Mathematik spiegele. Der Grundsatz ist: Alles ist Zahl.

Der Wiedergeburt oder Reinkarnation (Link , Link , Link , Link und Link ) der Seele geht aber – und darauf bezieht sich Wendur in den Abenteuern – im »Jenseits« eine individuelle Beurteilung voraus: Hat die Seele die vollständige Herrschaft über das Sinnliche noch nicht (durch Askese) errungen, muss sie sich weiter in der materiellen Welt bewähren. Dem schloss sich auch Platon an, während die drei nahöstlichen Hochreligionen der Juden, Christen und Moslems gnädiger sind und es bei einem Erdenleben belassen. Geprägt aber hat diese Auffassung der Pythagoräer die religiös-kulturelle Entwicklung des Abendlands fundamental.

Dennoch wird dies kaum im Netz behandelt, obwohl die Pythagoräer natürlich immer wieder charakterisiert werden (etwa Link oder Link ) und das Philosophenlexikon unter Link auf über 30 Angehörige dieser Schule eingeht. Eine gewisse Ausnahme ist lediglich (in Ansätzen) der Aufsatz von Anton Hafner unter Link . Spannender scheinen auch gestandenen Autoren Nebensächlichkeiten, wie Ordensregeln der Art, dass man keine Bohnen essen soll oder nicht neben einem Licht in den Spiegel sehen. Somit schließe ich mich der allgemeinen Enthaltsamkeit an und lasse nicht tiefer in den Spiegel der Möglichkeiten blicken.

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