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STERNZEIT  
Diesen Text schreibe ich zur Sternzeit -322386.6, sofern (was ich nicht bezweifeln will) das Programm unter Link die richtige Angabe macht. Warum es eine negative Zeit ist, auf welchen Stern sie sich bezieht und wie sie berechnet wird, ist mir noch ein Rätsel. Aber Rätsel sind ja da, um gelöst zu werden, wie Elena und vor allem Iris Im Spiegel der Möglichkeiten beweisen. Zudem sollte diese Lösung auch nicht schwer sein, denn ich arbeite im Netz und habe schon 43 Links dazu. Durch einfaches Probieren und Interpolieren ist mir auch schon klar geworden, dass die Sternzeit Null der 01. Januar 2323 unserer Erdzeit ist. Warum? – Kommt Zeit, kommt Rat.

Wir hätten auch eine Quizfrage daraus machen können, und es so mühelos erfahren. Durch Aussetzen einiger Preise wäre zudem auch was in Sachen Marketing zu machen gewesen. Und sicher wissen es alle Trekker, die nicht so unkritisch wie ich den Text eines Standardintros verwendet hätten, das da lautet: »Computer-Logbuch der Enterprise. Captain Picard. Sternzeit 46998,2. ....« – Was danach kommt ist dann nicht mehr Standard, sondern die Einleitung zu einem Abenteuer, das in dieser Form noch kein Trekki kennt. Doch darum geht es hier nicht, vielmehr um meine Neugier, die größer ist als die Scham, so ungebildet zu sein, dazu noch in Ureda, wo die Antworten auf die Fragen warten (was ja nicht heißt, das Wendur schon alle ergraben hat).

Zunächst drängen sich mehrere Domains mit www.sternzeit auf, die aber nicht weiterführen, höchsten für Astrologen zur Zeitschrift gleichen Namens unter Link . Auch auf Seiten einer Firma, die Autos mit einem Stern produziert, stößt man von Zeit zu Zeit. Dann führt ein spannender Link auf das Archiv des Deutschlandfunks, der von Montag bis Freitag um 16:57 Uhr den täglichen Astronomietipp gibt. – Eine schöne Sache, auch das Archiv, das meine Suche schon lohnend macht. Ebenso: »Zeitsprung«, täglich um 7,50 Uhr, und weitere tolle Sendungen, die man alle auch übers Internet empfangen kann!

Echt astronomisch geht’s bei Dirk Husfeld unter Link zu, der nicht nur die Sternzeit erklärt, sondern auch einiges mehr zum Thema Zeit. Wer rechnen will, kann sich unter Link anregen lassen und mit Hilfe der pdf-Datei unter Link vervollkommnen. Wenn ich’s halbwegs verstanden habe, ist die Sternzeit der augenblickliche Stundenwinkel des Frühlingspunktes. Klar? Wenn nicht: Der Frühlinspunkt ist der Punkt am Himmel, in dem die Sonne zur Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche (also dem Frühlingsanfang) steht. Der Stundenwinkel ist die Zeit, die vergangen ist, seit das Betrachtete durch den Meridian (die Südrichtung) gegangen ist. Wie viel Zeit vergangen ist, bis ich das (noch immer nicht richtig und noch immer nicht wissend wofür) begriffen, wenn auch nicht verstanden habe, sagt mir das eingangs genannte Programm: 0,1 Sternzeiten (hätte ich auf die Uhr gesehen, wüsste ich, wie lange das wirklich ist). Aber mit Tages-und-Nacht-Gleiche kann das Zehntel doch nichts zu tun haben, und Captain Picard wird doch auch nicht vor einem Logbucheintrag auf der Erde nach dem Frühling schauen!

Also weiter gesucht und über »Saar-Trek« (kein Tippfehler, Link ) wieder die Sternenflotte geentert. Dabei entdecke ich im unendlichen Star Trek-Universum die gute und nahezu wissenschaftlich-historische Erklärung auf der sehr umfangreichen und informativen »Zumstein’s Trak Page« unter Link . Was aber finde ich da? Den lobenswerten (bei vielen Pages klaut man nämlich üppig) Hinweis, dieser Text stamme von Ronald Studinski auf dessen Page. Also surfe ich zum durchaus lohnenden Original, finde dort den Text nicht, jedoch einen Sternzeitumrechner (Link ), der mir sagt, dass ich zurzeit in der Sternzeit -321614.3 weile. Was? Über 772 Jahre bin ich durchs Universum gesurft? Nun, möglich ist alles, denn Zeitreisen kommen ja auch in meinen Abenteuern vor, werden im Spiegel-ABC behandelt und somit nicht von vornherein verworfen. Aber dennoch vermute ich, es gibt da ein anderes erklärbares Zeitloch. Der Zeitmaschinen gibt es ja noch mehr, daher ziehe ich die unter Link hinzu und ermittle: -322386.8. Na also, denke ich, die erste wird bestätigt. Zudem freue ich mich, dass es noch ordentlich viele Erläuterungen gibt, auf die ich auch gleich hätte stoßen können. Dann finde ich den lobenswerten Hinweis, dass das Ganze von Ronald Studinski übernommen wurde! – Nun, warum soll der Schöpfer der Zeit sich mit einer zufrieden geben?

Ja, so denke ich, vielleicht erklären sich so auch die nicht übervielen, aber doch vorkommenden Ungereimtheiten in den Abläufen der einzelnen Episoden. Um das aufzuklären müsste man in der Zeit zurückreisen bis hin zu den ersten Anfängen, die kurz unter Link sowie Link geschildert werden. Aber ist es wichtig? Ist nicht etwas Widerspruch und Ungereimtheit das Charakteristische eines jeden Universums, wenn doch selbst das unsere aus einer winzigen Asymmetrie entstand (siehe Urknall und Antwort 42) und wir das Universum, das wir »Ich« nennen, auch nie voll erklären können? Ist es da wichtig, die Sternzeit genau zu kennen? Würde nicht jede Reise, auch die kleine Reise durch den Möglichkeitsraum des Internets, nur langweilig, blieben keine Rätsel? – Wäre es nicht sonst Zeitverschwendung gewesen?

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