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TREKKI  
ist eigentlich ein Spottname für die Fans (Link ) von Star Trek, der in den siebziger Jahren aufkam. Doch längst hat sich das gespiegelt, nennen sich viele der Anhänger mit Stolz selbst so.

In diesem Sinn benutzt Im Spiegel der Möglichkeiten auch Iris – selbst ein Trekki – den Begriff. Sie tut es in der Diskussion darum, wieso die Enterprise überall im Universum auf menschenartige Wesen stößt, und begründet dies mit der Theorie von Professor Richard Galen (vgl. etwa die Seite von Torben Naumann Link ). Dieser führt die Verbreitung des humanoiden Lebens im Star Trek-Universum, das üblicherweise auf Planeten der Klasse M angetroffen wird, auf eine gemeinsame genetische Abstammung zurück: Vor über vier Milliarden Jahren verbreitete eine raumfahrende Spezies in den urzeitlichen Ozeanen zahlreicher Welten einen DNA-Code für die Entstehung der Humanoiden (TNG »The Chase«).

Dass Elena sich den Hinweis auf Erich Däniken, der bekanntlich auch zu jeder unpassenden Gelegenheit die Außerirdischen bemüht, nicht verkneifen kann, übergehen wir großzügig. Ebenso, dass hier evolutionsbiologischer Schwachsinn (leider sind nicht alle Folgen von Star Trek gut durchdacht) verzapft wird, weil so getan wird, als könne eine DNA wie ein Programm die eingeschriebene Entwicklung hervorbringen. Tatsächlich ist Evolution ein spannendes Spiel aus Zufall und Notwendigkeit, ein Wechselspiel zwischen Organismen und Umwelt, gewissermaßen das gegenseitige Hervorbringen von Software und Hardware (um es technisch zu formulieren, wie es Iris oft tut) und keineswegs steuerbar.

Hier wird – leider – einfach die »Hypothese Gott« als Schöpfer des eher unnatürlichen Menschen durch die schliche Hypothese des humanoiden Schöpfervorfahren billig ersetzt. Wie zu Recht im sehr empfehlenswerten Artikel von Martin Marheinecke unter Link (»Zwei Arme, zwei Beine – Humanoide«) ausgeführt wird, hätte man statt der »Aussaattheorie« besser die der »verlorenen Kolonien« herangezogen und sich etwas mehr mit Terraforming und konvergenter Evolution auseinandersetzen können.

Aber Schwamm drüber, denn einerseits ist das Star Trek-Universum nicht das unsere und nur eine von vielen Welten, andererseits ist die Quintessenz der Suche nach diesen Ursprüngen, an denen sich Jean-Luc Picard, einstmals Musterschüler von Galens, gern beteiligt, eine sehr schöne. Gefunden wird nämlich die Botschaft der ausgestorbenen Zivilisation, die zum Frieden und zur Partnerschaft aufruft, da alle humanoiden Spezien in der Galaxis miteinander verwandt sind. Wir Erdlinge wissen längst, dass wir alle miteinander verwandt sind, ja wahrscheinlich alles Leben auf diesem Planeten aus einer Urzelle stammt. Wie aber steht es mit Friede und Partnerschaft zwischen Menschen und zwischen Menschen und anderen Lebewesen? – Wir wissen es alle! Und die Trekkies wissen mehr, zumindest, wenn es um Star Trek geht. Und noch viel mehr wissen die Trekker.

Auf diese feine Unterscheidung legen nämlich die Fans wert, die wirklich alles wissen. Etwa, was jeder der Schauspieler am Freitag den 15. Juni (eine Anspielung auf mein Buch, wie die, die sich im Ureda-Universum auskennen, für die es aber noch keinen so schönen Namen gibt, zweifellos bemerken) zum Frühstück gegessen hat. Die Trekker wissen genau 10 hoch 43 Mal mehr als ich. -- Warum gerade diese Zahl? Weil sie für alle Existenz und damit auch die Star Trek-Wesen eine besondere Bedeutung hat, was nun wieder die Leser der Abenteuer wissen, vielleicht aber auch Trekker und sogar Trekkies, denn es würde mich gar nicht wundern, wenn sie in einer der zumeist sehr intelligenten und sachlich fundierten Folgen der ST-Serie auch auftaucht (eine Antwort ist sehr willkommen!).

Falls Sie selbst noch nicht so genau wissen, ob Sie sich Trekki nennen dürfen, dann sehen Sie sich die 22 Definitionsantworten unter Link an, oder Sie können sich unter Link am Umfrageergebnis zum Durchschittstrekki (Fernsehserien, Meinung zu Psi, Gott, Technik) ausrichten.

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