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BRUNO, Giordano  
ist eine wichtige Person im Spiegel der Möglichkeiten und wird dort eingehend behandelt, sodass ich dem hier nichts hinzufügen möchte außer den Verweis auf das Stichwort Städte der Zuflucht. Für Schulen gilt das Wort von der eingehenden Behandlung wohl nicht, denn einzig auf der Homepage des Kopernikus-Gymnasiums Niederkassel (Link ) fand ich eine kurze Biografie – sich nach ihm, dem Ketzer, zu benennen, schickt sich wohl nicht. Aber es gibt ein sehr gutes didaktische Unterrichtsmodell von Maximilian Riedl im Angebot der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Unterfranken (Link ).

Wer sich trotz schulischer Verachtung dieses Philosophen der unendlichen Ganzheit und der Monadenlehre über ihn informieren (oder gar die philosophischen Abenteuer nicht lesen) will, für den lohnt der Klick auf Link , speziell, wenn er dort die Verbindungen nutzt. Eine Biografie und insbes. eine die Kosmologie betreffende Darstellung gibt Dietmar Michalke unter Link , eine kurze Biografie und Links zu weiteren Biografien sind unter Link zu finden. Unter Link gibt es einen Artikel im Sonntagsblatt, unter Link einen aus Der Spiegel, unter Link einen in der Berliner Morgenpost und unter Link einen weiteren der Süddeutschen Zeitung, denn Bruno ist von den Medien entdeckt worden. Texte und religiös-philosophische Kommentare bietet Bernd Bruschke unter Link , fundierte Bruno-Information Ursula Homann unter Link mit Biografie, Charakterisierung seiner Philosophie, kommentierter Literaturliste u.a. Schriften über Giordano Bruno stehen im Mittelpunkt der Seite von Herbert Huber: Link . Ich zog vor allem das Buch von Eugen Drewermann heran (dem man wegen der eigenen Verfolgung durch die Inquisition – auch wenn sie heute anders heißt – einen deutlichen Identifikationsgrad anmerkt), dasjenige von Jochen Kirchhoff mit vielen Originalzitaten und das an der Bibliografie orientierte von Ulbrich & Wolfram. Leider konnte ich bisher die bei Hoffmann genannten neueren und wohl teils sehr empfehlenswerten Bücher, die vor allem anlässlich des 400. Todestages erschienen, noch nicht lesen, will aber darauf verweisen (Rezensionen unter Link sowie Link ).

Hinzuweisen ist auch auf die Giordano Bruno Gesellschaft: Link . Die Informationen einer Ausstellung zum 450. Geburtstag sind sehr informativ, wenn man die Texte der Ausstellungstafeln durchklickt: Link . Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften hatte das Jahr 2000 zum Bruno-Jahr ausgerufen (Link ), u.a. mit der Begründung: »Giordano Bruno ist ins allgemeine Bewusstsein eingegangen als freigeistiger und philosophischer Märtyrer. 2000 Jahre nach dem Tod des Sokrates gibt Bruno sein Leben für die wissenschaftliche Wahrheit und für ein dogmenfreies Denken.«

Bruno starb – wie Sokrates – für seine Überzeugung. Verbrannt wurde er bei lebendigem Leib (um Blutvergießen zu vermeiden, wie es mildtätig hieß) am 8. Februar 1600 – einem Jubeljahr mit Ablass – auf dem Campo dei Fiori in Rom. Als das Todesurteil verkündet wurde, schleuderte der von Folterungen Gezeichnete den Würdenträgern entgegen: »Ihr verhängt das Urteil vielleicht mit größerer Furcht, als ich es annehme!« – Es ist an der Zeit, die visionären Lehren des Giordano Bruno gebührend zu berücksichtigen, wie es in den Abenteuern geschieht.

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