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ZEITREISE  
Mit der klapprigen Kiste von 1895 (Link ), mit der im Roman von H.G. Wells der namenlose Held am gleichen Ort durch die Zeit reist, würde sich schon lange keiner mehr auf Zeitreise begeben wollen. Auch Autos (Bild unter Link ) an Blitzableitern, wie im Film »Zurück in die Zukunft«, sind kaum noch in Mode.

Ganz hart Gesottene (zumindest danach sind sie gesotten) würden es mit der als Beamen bekannten Teleportation versuchen. Bei diesem allerdings nicht zu empfehlenden Verfahren reist »man« mit Lichtgeschwindigkeit. Bliebe man ein paar Prozent darunter, so würde das in etwa so aussehen wie in kleinen Simulationen unter Link und Link . Die Zeit verlangsamt sich dabei, was man schön unter Link von Walter Fendt erklärt bekommt. Bei Lichtgeschwindigkeit aber wäre es finster (weil kein Photon mehr »ankommen« könnte), und die Zeit stände still, denn eine schnellere Bewegung ist nicht möglich und Zeit letztlich ja Differenz. Man hätte den himmlischen Zustand der Ewigkeit erreicht, auch wenn Otto Normalverbraucher sich den wohl romantischer vorstellt. Relativ zum weiteren Fortgang der Zeit etwa auf der Erde könnte man also einige Jährchen oder Jahrhunderte oder Jahrtausende überspringen, wenn man »irgendwann« (aus Sicht eines Erdlings) wieder auf »Normalgeschwindigkeit« ginge. In die eigene Vergangenheit zurück ginge es allerdings nicht.

Anders ist es bei den derzeit in der SF gebräuchlichen Raumschiffen, die mit Warp-Antrieb ein Mehrfaches der Lichtgeschwindigkeit erreichen (sehr schön zu Zeitreisen in SF Link , ergänzend Link , Link ). Dieser geniale Antrieb überwindet auch die lapidaren Hindernisse, die sich aus der berühmten Einstein-Formel ergeben. So die, dass das Raumschiff schon bei Lichtgeschwindigkeit eine unendliche Masse haben müsste. Somit ist er so unwahrscheinlich wie der Unwahrscheinlichkeitsantrieb von Douglas Adams und überwindet einzig mit Fantasie die gewaltigen räumlichen Dimensionen des Universums. »Zugleich« (wie untreffend!) rasen diese Raumschiffe dann aber rückwärts durch die Zeit (Link ), ohne dass dies in der Serie besonders behandelt wird (vielleicht irgendein automatischer Ausgleich beim Widereintritt in den Subraum? Mail an wendur@www.ureda.de ).

Noch komfortabler reist man durch Raum und Zeit mit dem Renner der letzten Jahre, den Wurmlöchern (Link und Link ), die aber – wie auch Zeitmaschinen, Warp-Antrieb, Beamen usw. unter eigenen Stichwörtern im Spiegel-ABC behandelt sind. Gleiches gilt für das bei Rückwärtsreisen mögliche Shakespeare-Paradox und Zeit, Raumzeit, Raum-Zeit-Kausal-Welt bis hin zur Entstehung dieses interessanten Nichtdings namens Zeit mit dem Urknall. Also kann ich es mir sparen, auch noch das Stichwort Zeitreise weiter zu bearbeiten. Was gewinne ich durch diese Ersparnis? Zeit! Was tu ich damit? Ich reise zurück in die Vergangenheit!

Nicht, indem ich sie zum Kreis biege, was Ronald Mallett theoretisch für möglich hält (Link und Link , zumal ich dann ein Möbiusband reizvoller fände), und nicht, indem ich behaupte, der Schatten überhole das Licht (dazu und zu mehr klicke Link , obwohl dort nicht auf Lucky Luke eingegangen wird, der schneller als sein Schatten schießt: Link ), sondern indem ich mich mittwochs um 21.45 Uhr vom »hessen fernsehen« zu einer unterhaltenden filmischen Zeitreise durch ein Menschenleben einladen lasse: Link . Alternativ, weil nicht immer Mittwoch ist (auch wenn Im Spiegel der Möglichkeiten sich gelegentlich Freitage doppeln), freue ich mich, dass Lichtenstein eine Online-Zeitreise im Netz zu bieten hat: Link . Bayern 3 will nicht nachstehen (Link ), und die Chronik unter Link soll auch erwähnt werden.

Am schönsten gemacht aber ist die märchen- und sagenhafte Zeitreise unter Link als Teil der domain »Märchenkristall« (Link ). Ja, und dann gibt es auch noch ein Computerspiel für Zeitreisen (Link ), das ich gern mal probieren würde, wenn ich nur Zeit hätte ...


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