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DUALISMUS  
kann man logischerweise nicht mit einem Satz erklären, man braucht mindestens zwei. Aber natürlich geht’s ganz einfach: Vergiss ihn! – ein toter Zweig der Evolution.

Der cartesische Dualismus, um den es hier geht, nicht um den von Welle und Teilchen, der in den Abenteuern vorwärts und rückwärts betrachtet wird, besitzt einzig die historische Rechtfertigung einer Notsituation, die darin bestand, plötzlich des Menschen Wille und individuelle Freiheit – die man doch gerade neu entdeckt hatte – als gigantischen Betrug ansehen zu müssen, wenn man die Natur in Fesseln legt und das denkende Ding Teil der Natur ist. Als Erste Hilfe in jener Zeit mag das Modell der Spaltung ins gleiche Museum kommen wie die Instrumente zum Aderlass, mit denen man auch einmal alle Krankheiten heilen wollte. Als Paradigma (allgemein Link und Link und bei Kuhn Link ; speziell des Dualismus: Link , Link und Link , sowie Link ) der Neuzeit aber kann dieser Unsinn nicht weiter gepflegt werden, selbst wenn die ganze Phalanx gestandener Idealisten sich dann mit neuzeitlichem Naturverständnis oder gar verschriener Metaphysik beschäftigen müsste. Tun Sie es (sich beschäftigen oder verschreien), oder machen Sie sich doch wenigstens Luft mit einer Rückantwort an heureka@ureda.de.

Eine völlig neue Interpretation des Dualismus wagt Rössler unter Link mit der Behauptung, Descartes sei überhaupt kein Dualist gewesen, habe die Welt nicht als Maschine verstanden und mit cogito auch nicht das Denken, sondern das Träumen gemeint, und der Traum sei die Substanz der Welt, Descartes gleichsam ein westlicher Buddhist. – Nun, Rössler ist nicht unbekannt, materielles Papier geduldig und mein virtueller Geist hoffentlich noch bereit, dazuzulernen.

Spannender finde ich Blutners Behandlung des Themas (Link ) in der Gegenüberstellung zu Spinoza und Searle (siehe Chinesisches Zimmer). Denn der Dualismus oder das Leib-Seele-Problem wird natürlich mit der Frage nach künstlicher Intelligenz (KI) und auch der von den Extropiern unterstellten Möglichkeit, den menschlichen Geist auf andere Körper (auch technische) zu übertragen, wieder neu zu definieren sein (siehe oder höre auch Link ). Zur Einführung in die Thematik ist die Seite Link lesenswert. Lesbarer wäre sie ohne das hinterlegte Muster. Noch lesenswerter und mit einem virtuellen und somit optisch nicht störenden Netzwerk der Verbindung hinterlegt ist der Spiegel der Möglichkeiten.

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