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NICHTS  
Das Nichts existiert!: Als Begriff. Damit aber haben wir es schon zu einem Etwas gemacht. Zu einem Ding, das wir nur in unseren Kategorien von Zeit, Raum und Kausalität denken können – auch wenn wie es als Verneinung von genau diesem denken wollen; nämlich als Gegenbegriff zum Sein. Doch dadurch wird dieses Nichts zu einem Pol des Seins.

Schon Platon und Aristoteles fragen, wie man vom Nichtsein reden soll, und wir wissen ja mit Wittgenstein, dass man von dem Schweigen muss, über das man nicht reden kann. Trotzdem tun wir es, denn durch Kommunikation erschaffen wir die Welt, vielleicht gar aus dem Nichts. Kommunikation ist der notwendige Spiegel zum Sein, das Tor aus dem Nichts.

Setzt man – wie üblich – das Sein als endlich an, dann ist »das« Nichts unendlich. Hilft das weiter? Stellen wir es uns dann nicht wie eine nie endende Reihung von Endlichkeiten vor, wie unerschöpfliches Sein? Dann ist es das Alles – und das muss kein Widerspruch sein. Für mich ohnehin nicht, weil ich die Synthese beider im Werden sehe, in dem (im Sinne Hegels) die Gegensätze zusammen fallen.

Doch das Werden braucht Möglichkeit. Ist auch die nicht, so ist nichts ... und nicht »das Nichts«, denn das wäre ja eben etwas.

Links gebe ich bei diesem Begriff ausnahmsweise nicht an, denn wie will man auf nichts verlinken? Und mehr sagen will ich auch nicht, denn schon bevor ich begann, war zum Nichts schon alles gesagt.


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