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| MÄDEL | ||
| Mädels sind sehr klein. Denn das Wort ist die Verkleinerung von Mädchen. Mädchen aber ist die Verkleinerung von Maid oder Magd. Nicht hinsichtlich der Anzahl der Buchstaben, sondern hinsichtlich der Bedeutung. Maid war früher die Bezeichnung einer unverheirateten Frau. Davon leitet sich das Wort Magd ab als das weibliche Gegenstück zum Knecht. Die Magd ist also ein Mitglied des „Gesindes“, der Arbeitskräfte in Haus und Hof, die üblicherweise mit im Haushalt lebten. Da sich die Bürger gerne auch sprachlich von den Bauern absetzen, wurden und werden die Mägde im „gehobenen“ Haushalt als Dienstmädchen bezeichnet. In Familien, die sich kein Personal leisten können, müssen die Töchter als Mädchen oder Mädel herhalten; sprachlich, aber oft auch zum Arbeiten. Spätestens, wenn sie zehn Jahre alt sind, wollen die Mädchen aber keine Mädchen mehr sein. Was sie dann sind, ist schwer zu sagen. Sie möchten nämlich auch kein Fräulein sein und hassen „junge Dame“. Eventuell gehen sie noch kurze Zeit als Teenies durch, dann verwandeln sie sich in flotte Käfer, dufte Puppen oder Traumgirls. Girl heißt zwar auch Mädchen, aber da das Wort englisch ist, ist das nicht abwertend, sondern cool. Anmerkung: Dies ist ein „Klickwort“ zum Hör-, Seh- und Klickbuch „Uri durch den Spiegel“ für Kinder von Karl-Josef Durwen. Hörproben und Downloads unter Link (Klickbuch) bzw. Link (Hörbuch) |
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