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STIMMUNG und VERSTIMMUNG  
Nicht nur Klaviere können verstimmt sein, auch Menschen. Bei den Musikinstrumenten geht es um die Tonlage, bei Menschen um die Gefühlslage.

Wo liegen die Gefühle? Manchmal schweben sie gleichsam auf Wolken, mal liegen sie im Keller. Da, wo sie sich am häufigsten aufhalten, versucht man die Stimmungslage – oder das Temperament – des jeweiligen Menschen einzuordnen. Positiv (optimistisch), negativ (pessimistisch), traurig (melancholisch), gereizt (aggressiv), gedrückt (depressiv) oder überschwängliche (euphorisch).

Auch Bilder, Gebäude, Landschafen oder Menschengruppen „strahlen“ solche Stimmungen aus, nicht zuletzt friedliche oder gar gewalttätige.

Die Verbindung der Stimmung im musikalischen und im menschlichen Bereich ist die so genannte Stimmungsmusik. Diese besteht aus einfachsten Tonfolgen und noch einfacheren Texten. Unterstützt durch rhythmisches Klatschen zwingt man mit dieser Unterform der Musik die Anwesenden zum Lustigsein.

Jeder gesunde Mensch möchte dann weglaufen, doch wird dies dadurch verhindert, dass man ihn von hinten an die Schultern packt und den Polentanz (Polonaise) ausführen lässt. Will er sich wegducken, ist der so genannte Ententanz angesagt. Es gibt also kein Entfliehen und die Stimmung steigt und steigt …


Anmerkung: Dies ist ein „Klickwort“ zum Hör-, Seh- und Klickbuch „Uri durch den Spiegel“ von Karl-Josef Durwen. Hörproben und Downloads unter Link (Klickbuch) bzw. Link (Hörbuch)


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