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GERUCH  
Der Geruch ist eigentlich nicht das, was duftet oder stinkt, sondern der „Wahrnehmungsapparat“ für gasförmige Stoffe. Der Geruch ist einer unserer fünf Sinne.

Dennoch nennen wir sehr oft auch das Geruch, was wir wahrnehmen. Etwa den Schweiß- oder Brandgeruch. Oder wir beziehen den Begriff auf das, was die typischen Geruchsstoffe freisetzt, wie beim Aasgeruch, Fischgeruch oder auch Mundgeruch.

Auch wenn die Sprache es nicht immer so genau nimmt, so ist es doch so, dass sich die Wörter Duft (angenehm) oder Gestank (unangenehm) auf die Stoffe bzw. deren Absender beziehen („Luft trägt Duft“). Geruch bezieht sich dagegen auf den Empfänger, der riecht. Die Nase riecht, nicht die Rose.

Natürlich kann z.: der Fuchs auch riechen und stinken zugleich. Aber nicht die Gerüche riechen, sondern Nasen. Oder, allgemein gesagt, die Riechorgane. Insekten besitzen z.B. Riechantennen.

Weil das Riechen der Düfte in der Tierwelt – etwa auch bei unserem Schillerfalter Uri – so wichtig ist, kann man hier im Uri-Lexikon unter den Klickwörtern „Duft“ und „Riechen“ mehr dazu erfahren.

Zum Geruch nur noch so viel: Wenn etwas anrüchig ist, dann hat das gar nichts mit dem Geruchssinn zu tun. Vielmehr will man damit sagen, dass etwas nicht einwandfrei ist und – im moralischen Sinne – verdorben scheint. Manchmal sind das nur Gerüch-t-e.

Anmerkung: Dies ist ein „Klickwort“ zum Hör-, Seh- und Klickbuch „Uri durch den Spiegel“ von Karl-Josef Durwen. Hörproben und Downloads unter Link (Klickbuch) bzw. Link (Hörbuch)

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