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| OPFER | ||
| Man kann Opfer bringen oder Opfer sein. Das Opfern hat in nahezu allen Religionen eine hohe Bedeutung: Ahnen, Geistern, Heiligen und Gott wurden und wird eine Kerze, Wein, Früchte oder ein Tier bzw. dessen Blut geopfert. Auch Menschenopfer kamen in einigen Religionen vor. Das Opfer ist dabei mit einem Ritual verbunden. Etwa das feierliche Vergießen oder Verbrennen (auch mit Verschwingen, etwa des Weihrauchs), das Verstreuen, rituelles Schlachten oder zum Himmel heben (anbieten) des Opfers. Das Opfer kann ein Bittopfer sein, um die Götter oder den Gott gnädig zu stimmen, ein Dankopfer oder ein Sühneopfer. Wir kennen etwa die Wallfahrt als Bittopfer, Stiftungen als Dankopfer oder auch den sprichwörtlichen (geopferten) Sündenbock als Sühnegabe. Als Opfer bezeichnet man aber auch Menschen, denen unbeabsichtigt oder zu Unrecht Leid zugefügt wird. Etwa das Opfer eines Mordes, Anschlages oder Unfalls. Auch die Opfer der Kriege, ungerechter Politik oder von Naturkatastrophen sind zu bedauern. Dann gibt es noch Menschen, die Opfer sein wollen, indem sie falsche Opfer bringen. Sie arbeiten oder sparen und verzichten angeblich nur für andere, die das allerdings gar nicht wollen, geschweige denn verlangen. In solchen Fällen werden Scheinopfer gebracht, um andere Menschen durch erzwungene Dankbarkeit zu binden. Echte Opfer sind nur die, die man ohne Berechnung bringt, egal ob religiöse oder alltägliche. Sonst opfert man nicht, sondern erzeugt Opfer. Anmerkung: Dies ist ein „Klickwort“ zum Hör-, Seh- und Klickbuch „Uri durch den Spiegel“ für Kinder von Karl-Josef Durwen. Hörproben und Downloads unter Link (Klickbuch) bzw. Link (Hörbuch) |
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