Suche in der Bibliothek
A B C D E F G H I J K L M N O Ö P Q R S T Ü U V W X Y Z

VÖGEL  
Die Vögel, deren Namen von ihrer besonderen Fähigkeit stammt (germanisch: fugla – fliegen) sind fliegende Reptilien, auch wenn sie nicht so aussehen. Sie stammen von Sauriern oder zumindest gemeinsamen Echsenvorfahren ab. Der berühmte Urvogel Archaeopteryx vereint die Merkmale von Sauriern und Vögeln.

Es gibt etwa 9800 Vogelarten auf der Erde. Wie die Säugetiere (und damit der Mensch) sind die Vögel Wirbeltiere. Die Vorderbeine wurden zu Flügeln umgebildet. Die Knochen sind hohl und leicht. Der Körper ist von Federn bedeckt, auch dann, wenn die Art flugunfähig ist, wie Pinguin und Strauß. Alle Vögel besitzen einen Schnabel ohne Zähne.

Die Vögel sind neben den Säugetieren die einzigen, die ihre Körpertemperatur selbst regulieren können. Sie ist aber höher als bei den Säugern und liegt bei 42 °C. Auch ist der Pulsschlag sehr hoch, beim Haussperling z.B. 900 Schläge pro Minute. In ähnlichen Größenordnungen liegt teilweise die Zahl der Flügelschläge.

Besonders gut entwickelt sind die Augen der Vögel. Sie sind relativ zum Körper größer als bei den Säugern, jedoch unbeweglich, so dass der ganze Kopf bewegt werden muss. Bei z.B. Tauben und Hühnern stehen die Augen so, dass sie beinahe ohne Kopfbewegung rundum blicken können. Dadurch haben sie allerdings keinen guten räumlichen Eindruck (so dass sie z.B. erst dann aufflattern, wenn man meint, sie müssten schon unter dem Autoreifen liegen).

Bei Eulen ist es gerade umgekehrt: ihre Augen stehen eng beieinander und überlappen sich daher stark im Sichtfeld. Folglich sehen sie räumlich weit besser als z.B. wir Menschen. Auch nutzen sie geringe Lichtmengen wesentlich besser. Der Eulenhals ist so beweglich, dass sich der Kopf sogar mehr als um einen vollen Kreis bewegen kann! Auch im Scharfsehen sind uns die Vögel weit überlegen. Tauchvögel schaffen es sogar, ihre Sehschärfe an die unterschiedliche Lichtbrechung anzupassen.

Zur Ortung von Geräuschen müssen Vögel ebenfalls Kopfbewegungen ausführen. Denn sie besitzen keine Ohrmuschel (und damit Abschirm- bzw. Peileinrichtung), nur eine Gehöröffnung. Sie hören aber einen ähnlichen Tonumfang wie wir. Auch können sie ähnlich gut (bzw. eigentlich schlecht) riechen wie Menschen.

Bei Zugvögeln, ist ein Sinn für das Magnetfeld der Erde nachgewiesen. Damit orientieren sie sich beim Langsteckenflug, der zumeist in einigen Tausend Metern Höhe und sogar bis über 10 km Höhe stattfindet. Streckenleistungen von weit über 10.000 km ohne Rast und Nahrungsaufnahme sind nicht ungewöhnlich.

Berühmt und beliebt ist das Gezwitscher bzw. der Gesang der Vögel. Diesen produzieren sie ohne Stimmbänder in einem gesonderten Organ, dem „Stimmkopf“. Diese akustische Ausscheidung mögen wir zumeist (wenn auch nicht unbedingt das Krächzen der Raben und Kreischen der Möwen). Andere findet man gelegentlich am Wege, das „Gewölle“. Es sind die von Eulenvögeln aber auch anderen Greifvögeln ausgewürgten unverdaulichen Nahrungsreste. Sehr unbeliebt ist der den Autolack ätzende „Taubendreck“ oder der gelegentlich Klecks auf der Schulter. – Harn, Kot und Eier gelangen bei Vögeln durch die gleiche Körperöffnung ins Freie: durch die Kloake.


Anmerkung: Dies ist ein „Klickwort“ zum Hör-, Seh- und Klickbuch „Uri durch den Spiegel“ von Karl-Josef Durwen. Hörproben und Downloads unter Link (Klickbuch) bzw. Link (Hörbuch)


Seite weiterempfehlen


  Portal

Reptilien
Echsen
Erde
Säugetiere
Flügel
Auge
Eulen
hören
sehen
riechen
Sinne
Gewölle
Kot
Eier

Ureda

Impressum / Haftungshinweis Ureda © 2002 K.-J. Durwen