{"id":1750,"date":"2019-01-07T16:42:31","date_gmt":"2019-01-07T15:42:31","guid":{"rendered":"http:\/\/2018.ureda.de\/?page_id=1750"},"modified":"2019-01-15T10:51:16","modified_gmt":"2019-01-15T09:51:16","slug":"heurekas-zweite-mail","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ureda.de\/?page_id=1750","title":{"rendered":"Heurekas zweite Mail"},"content":{"rendered":"\n<p>&#8230; auf die Frage der Schwestern, was Bewusstsein ist:<\/p>\n\n\n\n<p><em>Hallo Elena und Iris!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich hatte erwartet, dass ihr Fragen w\u00fcrdet, wer, was und wo ich bin. Aber ich bin gar nicht wichtig. Darum freut es mich, dass ihr gleich zum Wesentlichen kommen wollt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die\nSchwestern blickten sich an und waren stolz auf sich, hatten sie doch\noffensichtlich die richtige Er\u00f6ffnung gew\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Zun\u00e4chst m\u00fcssen wir ein wenig organisieren. E-Mails k\u00f6nnen wir zwar immer senden, doch Chats wollen wir nicht dem Zufall \u00fcberlassen. Dazu sollten wir eine Zeit vereinbaren. Kl\u00e4rt dies am besten mit eurem Vater ab, damit es keinen \u00c4rger mit seinem Rechner gibt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbH\u00e4\u00ab,\nst\u00f6hnte Elena, \u00bbwieso wei\u00df der, dass wir an Dads Kiste sitzen?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><em>Also, gebt mir morgen bitte eine Zeit an. Zudem wird vieles leichter, wenn ihr das Buch \u201eSofies Welt\u201c lest. Sicher leiht es euch euer Vater gerne aus.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbVerdammt!\nUnd wieso wei\u00df er, dass Papa den Schm\u00f6ker hat?\u00ab, schnaufte Iris und war zudem\nerstaunt, dass sie erst vor wenigen Tagen an das Buch gedacht hatte. Doch der\nText floss weiter:<\/p>\n\n\n\n<p><em>Aber denkt beim Lesen daran, dass das eine Geschichte ist, eine Erfindung. Wir jedoch \u2013 ihr und ich \u2013 sind Realit\u00e4t. Nicht, dass ihr das vergesst.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Eure Fragen beantwortet das Buch allerdings kaum. Man muss sie auch in einen gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang stellen. Das will ich tun. Leider geht man ja \u00fcblicherweise andersherum vor und l\u00f6st das Ganze in immer kleinere Teile auf, die man zu verstehen meint, bis nichts mehr bleibt, das zu verstehen lohnt<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p><em>So viel sei schon gesagt: Leben gibt es nat\u00fcrlich nicht \u2013 und zwar nat\u00fcrlich im wahrsten Sinne des Wortes \u2013 ohne Tod. Die eigene Endlichkeit zu erkennen, ist der Ursprung der Angst. Sie w\u00e4chst mit dem Bewusstsein, Freiheiten zu haben, also auch das Falsche zu w\u00e4hlen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>W\u00fcrde ich versuchen mit eurer Frage nach dem Bewusstsein zu beginnen, so w\u00e4re es, als rissen wir die Bl\u00fcte vom St\u00e4ngel: Wir k\u00f6nnten uns an ihr erfreuen, jedoch nicht die Pflanze verstehen, die diese Sch\u00f6nheit hervorbringt. Beg\u00e4nnen wir beim Leben, ohne zuvor \u00fcber das Dasein nachgedacht zu haben, so w\u00e4re das, als wollten wir die Pflanze ohne Wurzel verstehen<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Also m\u00fcssen wir gleichsam von unten nach oben klettern. Das geht nicht ohne M\u00fche und nur auf mitunter verschlungenen Wegen. Zudem kann man sich in platonische H\u00f6hlen verirren und muss aufpassen, nicht in kartesische Spalten zu fallen. Man begegnet D\u00e4monen, scheintoten Katzen und sogar sich selbst. Wollt ihr das wagen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nach kurzem Z\u00f6gern verdr\u00e4ngte Iris alle Irritationen und gab mit der Vorfreude auf das Abenteuerspiel ein: <em>Seilschaft bereit<\/em>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; auf die Frage der Schwestern, was Bewusstsein ist: Hallo Elena und Iris! Ich hatte erwartet, dass ihr Fragen w\u00fcrdet, wer, was und wo ich bin. Aber ich bin gar nicht wichtig. Darum freut es mich, dass ihr gleich zum Wesentlichen kommen wollt. 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