{"id":4348,"date":"2019-05-18T16:16:41","date_gmt":"2019-05-18T14:16:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ureda.de\/?page_id=4348"},"modified":"2019-07-17T14:44:01","modified_gmt":"2019-07-17T12:44:01","slug":"eitelkeit-und-stolz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ureda.de\/?page_id=4348","title":{"rendered":"Eitelkeit und Stolz"},"content":{"rendered":"\n<p>Viele Frauen sind eitel und die M\u00e4nner stolz auf diese Frauen. Denn Eitelkeit ist die \u00fcbertriebene Sorge um das eigene Aussehen, und Stolz das oft unangemessene Gef\u00fchl gro\u00dfer Selbstzufriedenheit. <\/p>\n\n\n\n<p>Sagt die Frau \u201eich bin sch\u00f6n\u201c, so denkt der sie begleitende Mann \u201ewas bin ich doch f\u00fcr ein Prachtkerl, dass ich diese Sch\u00f6nheit erobert habe\u201c. Die eitle Frau braucht Schuhe, Schminke, Schmuck, Friseur und Fummel, der stolze Mann nur eine ungen\u00fcgende Selbstkritik. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber das sind nur Klischees (also ein \u00fcberbeanspruchtes Bild, ein eingefahrenes Denkschema, eine abgedroschene Redensart), denn selbstverst\u00e4ndlich gibt es auch eitle M\u00e4nner und stolze Frauen und beide Eigenschaften kombiniert (ich meine nat\u00fcrlich Eitelkeit und Stolz). <\/p>\n\n\n\n<p>Es soll aber auch Menschen geben, die weder stolz noch eitel sind. Nur wo, wei\u00df man noch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein gewisses Ma\u00df an Eitelkeit ist normal und erfreulich f\u00fcr die betrachtenden Mitmenschen. Ein gr\u00f6\u00dferes Ma\u00df ist erfreulich f\u00fcr Modesch\u00f6pfer, die Kosmetikindustrie und Sch\u00f6nheitschirurgen. Das \u00fcbertriebene Ma\u00df ist erfreulich f\u00fcr den Teufel, denn die Eitelkeit gilt als eine der sieben Tods\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht anders ist es mit dem Stolz. Der f\u00e4llt in die gleiche S\u00fcndenkategorie. Doch auch bei diesem Gef\u00fchl ist ein gewisses Ma\u00df richtig und wichtig; als Antrieb und als Belohnung. Denn die Zufriedenheit, etwas geleistet zu haben, ist ein sehr positives und erstrebenswertes Gef\u00fchl. Das Problem ist wieder die Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn dem falsch oder \u00fcbertrieben Stolzen wird zwar die gr\u00f6\u00dfte Hochachtung entgegengebracht; jedoch nur von sich selbst. Denn falscher Stolz ist es, wenn keine eigene Leistung zugrunde liegt, \u00fcbertriebener, wenn die Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit nicht erkannt wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Der derart Stolze ist sich gewiss, etwas Besonderes zu sein oder geleistet zu haben: Also etwa adlig zu sein oder ein tolles Auto oder eine tolle Frau mit dem Geld des Vaters gekauft zu haben. Das kann bis zur Arroganz gehen, also der Kunst, auf seine Dummheit stolz zu sein. <\/p>\n\n\n\n<p>Bekannt ist daher auch der Spruch \u201eDummheit und Stolz wachsen auf einem Holz\u201c. Jedoch ist nicht Dummheit der sprachliche Gegensatz zu Stolz. Das ist die Bescheidenheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Der alte Sokrates sagte schon treffend: \u201eWer glaubt, etwas zu sein, hat aufgeh\u00f6rt etwas zu werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.ureda.de\/?p=4614\">Dies ist ein Klickwort zum H\u00f6r-, Seh- und Klickbuch \u201cUri durch den Spiegel\u201d von Karl-Josef Durwen<\/a><\/em> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Frauen sind eitel und die M\u00e4nner stolz auf diese Frauen. Denn Eitelkeit ist die \u00fcbertriebene Sorge um das eigene Aussehen, und Stolz das oft unangemessene Gef\u00fchl gro\u00dfer Selbstzufriedenheit. Sagt die Frau \u201eich bin sch\u00f6n\u201c, so denkt der sie begleitende Mann \u201ewas bin ich doch f\u00fcr ein Prachtkerl, dass ich diese Sch\u00f6nheit erobert habe\u201c. Die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":4098,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-4348","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ureda.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4348"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ureda.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ureda.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ureda.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ureda.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4348"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.ureda.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4348\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4638,"href":"https:\/\/www.ureda.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4348\/revisions\/4638"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ureda.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4098"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ureda.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4348"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}